"Nord-Licht" Kultur- und Bildungsverein e.V. in Französisch Buchholz
"Nord-Licht" Kultur- undBildungsverein e.V.in Französisch Buchholz

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Ein Arkenbergeprojekt im Dialog

 

Im gut mit interessierten Gästen gefüllten Saal des Amtshauses präsentierte Herr Hartmann (Fa.hartmann-alternativ) am 26.02.20 sein Konzept für Arkenberge.

In Abgrenzung zu anderen Projekten (z.B. „Alice im Wunderland“, Pyramiden und Vulkane mit Amphitheater etc.) wirbt er unter dem Kerngedanken NATUR ERLEBEN LERNEN mit einer sehr detaillierten Darstellung für sein Konzept. Keinen Hehl macht Herr Hartmann einleitend auch um die Herausforderungen wirtschaftlicher Zwänge.

Ausführlich werden folgende Teilbereiche des Planungsgebietes erläutert

  • Akademie/Umweltcampus/Museum
    • für Unternehmen, Schulen, Tagungen
  • Badesee
    • mit schwimmenden, begehbaren Stegen, die biologische Wasserreinigung ermöglichen und den Schilfgürtel einschl. Flora und Fauna schützen
    • incl. Tretboot- und Standup-Paddelverleih
  • Tiny-houses 
    • minimalistische Containerhäuser aus Naturmaterial zur zeitweiligen Vermietung
      z.B. an Tagungsteilnehmer, Berliner Wochenendbesucher und überregionale Touristen
  • Skater Park
  • Panoramaweg
  • Caravananlage

In den Bereichen Bewegung/Sport, Erholung und Bildung /Workshops sollen ca.30 Angebote unter Einbindung regionaler Vereine und Gruppen realisiert werden.
Zur Anwendung kommen erneuerbare Energien / Windkraft,Solarflächen.

Unter Erwartung von durchschnittlich 250-500 Tagesbesuchern bei sozialverträglich gestaffelten Eintrittspreisen könnten ca.200 Arbeitsplätze einschl. 4-5 Gastronomiestandorte realisiert werden.
Hartmann wirbt auch unter den Besuchern für Engagement im Rahmen des Konzeptes, das z.B. für Pflanzenpflege/Heckenschneiden mit einer Jahreseintrittskarte vergütet werden könnte.


Die Realisierung ist in ca.7 Jahren zu bewerkstelligen. Auf ein entsprechendes Signal der BVV und des Stadtplanungsamtes wird gewartet.

 

(Bild und Text: H²O)

 

„Scheinlösung E-Mobilität“
 

Zu Gast bei einer gemeinsamen Veranstaltung von „NordLicht e.V.“und „Helle Panke“ ist am 22.01.20 Winfried Wolf, Autor, Verkehrsexperte, 1994-2002 Mitglied des Bundestages, Chefredakteur von Lunapark21, Veröffentlichungen in Zeitungen u.a. in der Jungen Welt, zahlreiche Buchveröffentlichungen, zuletzt: "Mit dem Elektroauto in die Sackgasse. Warum E-Mobilität den Klimawandel beschleunigt".

In Anbetracht des  wissenschaftlich unbestritten menschengemachten Klimawandels schildert Wolf ausgehend vom Glaubwürdigkeitsverlust der Autoindustrie durch Dieselgate wesentliche Kennzeichen der Mobilitätskrise insgesamt, die ein NEIN zum E-Auto begründen:

  • auch E-Autos haben einen „Ökorucksack“ (u.a. Batterieproduktion, Tesla-SUV muss z.B. erst ca.100.000 km fahren, um effizient zu sein)
  • die Struktur der Stromerzeugung in Deutschland  ist derzeit noch von ca. 40 % regenerativer, 13% Atomstrom und im Rest von fossiler Energie geprägt.
    Weltweit nimmt aktuell der Bau von AKW zu
  • die allgemeine Abhängigkeit vom Öl wird um die zusätzliche Abhängigkeit von knappen Ressourcen ( Kobalt, Lithium..) aufgestockt
  • der grundsätzliche Systemnachteil  Automobil bleibt bestehen:
    • benötigt mehr Fläche als der Nahverkehr
    • hoher „Blutzoll“ durch Tote und Verletzte
    • je mehr Autos desto langsamer der Verkehr

Alternativansätze:

  • Tempolimit
  • 0-Tarif im ÖPNV
  • Optimierung des Europäischen Bahnnetzes incl. 100% elektrischen Schienenverkehrs und Minimalisierung innereuropäischer Flüge
  • Fahrpreise, z.B. Bahncard 50 erschwinglich gestalten
  • Vergesellschaftung der Autoindustrie zur Gewährleistung der Umstrukturierung

Über zwei Stunden faktenreich und interessant argumentierend geht Winfried Wolf auf zahlreiche Fragen der Zuhörer ein und neben dem Erkenntnisgewinn nehmen diese im Anschluss auch  einschlägige Literatur mit nach Hause.

 

Text & Bild: H2O







Rezension in der "Berliner Woche"

v. 05.02.2020

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