"Nord-Licht" Kultur- und Bildungsverein e.V. in Französisch Buchholz
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„Mein Name ist Hase“ – Kurioses und Schauerliches aus der Kriminalgeschichte

Unser Gast am Abend des 20.März 2019 war Prof. Dr. sc. jur. Frank-Rainer Schurich.  Er ist Diplomkriminalist, bekennender Sherlock Holmes Fan und lehrte Kriminalistik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 1994 ist er freier Autor, Berater und Privatdozent und seit 2015 mit Remo Kroll Mitherausgeber der Schriftenreihe Polizei im Berliner Verlag Dr. Köster.

Überwiegend aus Fällen seines im gleichnamigen Verlag erschienenen Buches „Mein Name ist Hase“ gestaltete er einen außerordentlich kurzweilig-interessanten Abriss der Kriminalgeschichte.

Kaum ein Zuhörer mag gewusst haben, dass der  Urheber dieser geflügelten Worte der 1834 in Jena geborene Dr. jur. Victor Hase war und sie mit einem kleinen historischen Kriminalfall verbunden sind.

Prof. Schurichs Gang durch die Kriminalgeschichte führte u.a. zum Dreischläfriger Galgen im Odenwald, der Todesstrafe durch Elefantentritt  in Indien, das begrabene Plättbrett von 1848, den Fall  Lindberg 1932, Wahrsager u.a. Scharlatane als Kripo Hilfe z.B. Lehrer Drost, die anthropologische Kriminalitätstheorie von Cesare Lombroso vom „ geborene Verbrecher“, die Steglitzer Schülertragödie, an Zündhölzern nagende Mäuse als Brandstifter und den Postraub am Spreekanal von 1977.

Prof. Schurich ging auch kurz auf aktuelle Probleme der Verbrechensbekämpfung, die teilweise Strafunrechts-pflege in der aktuellen Justizlandschaft, gerichtliche Fehlurteile und  insbesondere den erforderlichen Einsatz gegen die Tendenz der  Entprofessionalisierung der Polizei ein.
Die wissenschaftlichen Grundlagen und praktischen Erfahrungen für eine erfolgreiche Arbeit von Polizei und Justiz sind ausreichend vorhanden.

„Wenn Sie mal unschuldig in Verdacht geraten…ich hole Sie da raus!“ lautete sein Angebot für eher sensible Zuhörer in Anbetracht des im Grunde ernsthaften und leider sehr realen Themas Mord und Totschlag.

So konnten die meisten Besucher wohl auch um einige kriminalistische Einblicke bereichert und beruhigt nach Hause gehen. Und wer ohne Krimi nicht einschlafen kann, erhielt sehr sachdienliche Hinweise auf einschlägig spannende Literatur.

Sowas kommt von Sowas
und was Besucher davon mitnehmen können


Nach Strippenzug an einem kleinen neuzeitlichen Gimmick  klingt Beethovens „Ode an die Freude“ – mit Schillers Text ein Leitmotiv humanistischen Daseins und Grundrauschen der aktuellen kabarettistischen Gegenwartsbewältigung von Gisela Oechelhaeuser.

Herzliche nachträgliche Gratulation zum 75.Geburtstag und
45 Jahren Kabarett; von ihr kurz überschlagene 18.000 Stunden Bühnenpräsenz.

Plus zwei Stunden kabarettistische Dialektik nur für Mitdenker
am 01. Februar 19 im Amtshaus Buchholz.
Lachen gratis.

 

An sehr aktuellen Beispielen lässt sie uns die zwei
erlebten Utopien nachvollziehen.
In der ersten stand der Mensch im Mittelpunkt,
in der zweiten das Kapital.

Vom Gutmenschen der heute,
entgegen dem Steuerhinterzieher,
fast zu einem Schimpfwort mutiert ist, bis zur Aktionärshauptversammlung 2018 von SIXT mit der Liedvorlage Ode an die Dividende“.

Doch ohne Utopie geht nichts! - Was jetzt? -

 

Und wieder erklingt die „Ode an die Freude“ und der Hinweis auf Sigmund Freud‘s  Lachen als letzter Waffe der Wehrlosen.
 

Aber so weit ist es noch lange nicht. Denn wer lacht zuerst und wer zuletzt?

In Anbetracht manch individueller Verzweiflung zur Lage der Welt  benutzt sie mit Humor Hegels Begriff
des Reichen Pöbels und weckt das Interesse an
seinem Schaffen als Theoretiker universaler Empörung.


Gisela Oechelhaeuser will den aktuellen Dialog, dem ein witzbefördertes Nachdenken vorausgeht:

 „Wir müssen reden!“

Es wird weiter gelacht und
da kommt noch einiges von G.O.

Aktuelle Veranstaltungen

Die Vereinsabende finden an jedem

2. Mittwoch des Monats im Nachbarschaftszentrum Amtshaus Buchholz

statt (außer Juli/August/Dezember).

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