"Nord-Licht" Kultur- und Bildungsverein e.V. in Französisch Buchholz
"Nord-Licht" Kultur- undBildungsverein e.V.in Französisch Buchholz

Bildergalerie 2. Halbjahr 2016

„Die eine Rose überwältigt alles“

Der größte Raum im Amtshaus hat sich an der Stirnseite in eine Kleinkunstbühne verwandelt. An diesem 11. November erfreut eine Hommage an Eva Strittmatter (1930–2011). Die musikalische Lesung tragen Ute Knorr und Ingolf Alwert vor. Frieder Bubl eröffnet die Soiree.

Eva Strittmatter ist eine Schriftstellerin geworden, die vor allem die Lyrik bereichert. Das hat sie nicht ganz freiwillig gemacht. Die Lebensumstände trieben sie dazu. An der Seite von Erwin Strittmatter war sie wichtig für das Gelingen und Gedeihen seines Werkes. Er schätzte ihr Urteilsvermögen, er spannte sie als Lektorin unbotmäßig ein. Vier Kinder zog sie groß. Für den Haushalt und das Vieh auf dem Schulzenhof ackerte sie und zu sich selbst kam sie kaum. Es war dennoch beachtlich und nahezu genial, was sie aus dieser Situation machte. Natürlich treibt uns heute thematisch und formal vielfach anderes zur Lyrik. „Zeitchen vergeht“(ein Spruch von Erwin Strittmatter). Trotzdem wohnt Eva Strittmatters Gedichten ein Zauber und gedanklicher Reichtum inne, den die Jahre nichts anhaben können.
 

1977 veröffentlicht:
 

Werte
 

Die guten Dinge des Lebens sind alle kostenlos:
die Luft, das Wasser, die Liebe.
Wie machen wir das bloß, das Leben für teuer zu halten,
wenn die Hauptsachen kostenlos sind?
Das kommt vom frühen Erkalten.
Wir genossen nur damals als Kind
die Luft nach ihrem Werte und Wasser als Lebensgewinn,
und Liebe, die unbegehrte, nahmen wir herzleicht hin.
Nur selten noch atmen wir richtig
und atmen die Zeit mit ein, wir leben eilig und wichtig
und trinken statt Wasser Wein.
Und aus der Liebe machen
wir eine Pflicht und Last.

Und das Leben kommt dem zu teuer, der es zu billig auffasst.

 

Text & Bild: Renate & Detlev Enneper

Die Abendveranstaltung wird eröffnet.
Die Kleinkunstbühne im Amtshaus.
Aus einzelnen Episoden formt sich ein Lebensbild.
Ganz bei der Sache.
Gesangliches und Musik von Dirk Morgenstern.
Auch Heiteres kam zum Vortrag. Auch Heiteres kam zum Vortrag.
Blumen und herzlichen Dank für die Erinnerungen an Eva Strittmatter.

Zwei Kreative stellen aus

Karin und Anna

Die Vernissage in der dunklen Jahreszeit ist schon eine Tradition beim Bildungsverein Nord-Licht. Während es draußen ohne Ende regnet, findet am 11. Oktober im Amtshaus von Französisch Buchholz eine Ausstellung Beachtung, die ans Herz geht.

Sie sind beide Temperamentbündel, sie sind beide kreativ und auf dem Weg vom Hobbyismus zu professioneller Kunst. So unterschiedlich sie auch sonst sind, die kleine quirlige Karin und die immerhin 166 cm große Anna mit dem langen dunklen Haar.

Karin Klengel war Lehrerin. 11 Jahre lang lebte sie in Afrika. Dieses Erlebnis drängt sie zu Leinwand und Farbe. Fragen wir sie, wie ihre Kunstwerke entstehen, treffen wir auf einen ratlosen Menschen. Sie weiß es selber nicht.

Aber sie kennt das Prozedere. Wenn es sie überfällt, lässt sie alles steh‘n und liegen. Auch den Kochlöffel fürs Mittagessen. Jetzt malt sie, nur noch malt sie. Wie im Rausch. Und dann bringt Karin die reizenden kleinen Landschaftsbilder zustande oder die großen Bäume, unter denen der Mensch schon mal klein erscheint …

Anna Ruhland hat Bauzeichnerin gelernt und sich erfolgreich durchs Leben geschlagen. Sie schreibt auch und setzt ihren Humor ein, wenn Bücher fliegen und bei anderen Gelegenheiten. Die fast weiß verflockte Winterlandschaft lässt beim Betrachter etwas ahnen… Was? Das liegt einzig und allein bei ihm. Einfach anregen lassen.

Anna hat etwas mitgebracht, was verkäuflich ist. Durchaus eine Seltenheit in der Kunst. Silberfarben gerahmt, kommen unter Glas wahre Naturschönheiten zur Geltung. Gepresste Blüten - wunderschön wie aus dem Poesiealbum. Nur frischer und natürlicher. Davon gehen heute Abend einige Bilder und Bildchen über den Tisch. Das Auge eilt immer wieder zu den Exponaten, entdeckt Neues und hat Freude daran. Aufbruchsstimmung kommt an diesem Dienstagabend noch lange nicht auf.

Text & Bild: Renate & Detlev Enneper

 

Sie träumt von Afrika. Karin Klengel unter Jacarander-Bäumen.

In Gruppen und Grüppchen wird angeregt diskutiert.

Vereinsvorsitzender Frieder Bubl und Schatzmeister Manfred Kohla können den Blick von den stark farbigen Arbeiten nicht wenden.

Karin malte dieses Bild, als sie Wut und Trauer und Ohnmacht spürte. Es ist richtig gut geworden ...

Anna Ruhland kann zuhören und ihre Arbeiten gut erklären.

Die „Fliegenden Bücher“ haben malerischen und grafischen Charakter zugleich.

Viola Kirschenhöfer, Galeristin im Nachbarschaftszentrum, und Manfred Kohla haben sich für diesen Event nach Kräften eingebracht.

Schmetterlingsphantasien aus Hibiskus-Blüten. Begehrter Schmuck für die Wohnung. Anna ist umlagert.

Auf schwarzem Untergrund sieht die weiße Feder unter Glas toll aus. Horst Grabein trägt es mit Würde.

Anna ist umrahmt von den eigenen Werken.

Karin mittendrin, gefragt als Gesprächspartnerin bis zum Schluss.

Wählen

…und die Stadt gehört dir

Wenn der Einfluss der Freien Kommunalwahlen so weit reichen würde… Tut er aber nicht.

Am 13. September im Treffpunkt-Saal der frei-kirchlichen Gemeinde konnte wahr genommen werden, wie komplex es ist, Politik zu machen, und das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler zu gewinnen. DirektkandidatInnen des Wahlkreises Pankow 1 von SPD, CDU, Grünen und Linken stellten sich vor und antworteten auf Fragen. Die Veranstalter waren Bürger-und Bildungsverein von Französisch Buchholz, die Moderatoren Frieder Bubl und Lucas Koppehl. Die Aufreger waren …


Elisabeth-Aue
 

Die Bebauungspläne werden von vielen nicht akzeptiert. Eine Mitsprache ist aber nicht möglich, weil der Senat das Vorhaben auf seinen Tisch gezogen hat, der Bezirk „entmündigt“ ist.


Infrastruktur
 

Die wachsende Einwohnerzahl von Französisch Buchholz braucht neue energische Maßnahmen zur Verkehrsgestaltung. Mit dem Ausbau des Rosenthaler Weges und der Erhöhung von Taktzahlen bei Bus und Bahn wird einiges getan, aber nicht genug. Das Streckennetz der Straßenbahn muss dringend erweitert werden.

 

Flüchtlingssituation
 

Zu wenig informiert werden die Bürger über Standorte, Zahlen und Aufenthaltsdauer von Flüchtlingen. Viele Engagierte fühlen sich dadurch hintergangen und missbraucht. Rechte Gewaltbereite bekommen Auftrieb.


Schulkapazität


Es fehlt an Gebäuden und Lehrern. Ein 8-Millionen-Bau ist genehmigt. Auf 13 Millionen soll er erhöht werden. Plus Aula, Mensa und Sportstätten an der Jean-Barres-Schule.

Es wurde von einigen Bürgern angezweifelt, dass die zum Lehrerdienst gewonnenen Lehrer, unter ihnen Quereinsteiger, die Qualität des Unterrichts halten oder verbessern könnten.
 

Die Antworten…


waren zufriedenstellend. Bürger und Abgeordnete befanden sich ab und an in der gleichen ausweglosen Situation (Elisabeth-Aue, Lehrerbezahlung/Verbeamtung).

Die Kandidaten erhielten alle freundlichen Beifall für Sichten, die sozialpolitisch Sinn machten. Widerspruch war selten. Auf die kompetenten Ausführungen von Elke Breitenbach ließen sich auch die Vertreter der anderen Parteien ein. (Ihr Thema immer wieder „Bezahlbares Wohnen in Berlin“)

Wer bis dato noch keine Vorstellung davon hatte, was er wählen würde oder sollte, wird auch nicht unbedingt entschlussfreudiger herausgegangen sein. Ein Gewinn für die Demokratie aber war dieser Abend allemal.

 

Die Direktkandidaten zur Berlin-Wahl im Wahlkreis Pankow 1 stellen sich Problemen in Französisch Buchholz.

Hier werden Fragen der Bildungspolitik aufgeworfen und die schlechte Beherrschung der deutschen Grammatik und Orthografie selbst bei Doktoranden kritisiert.

Oskar Tschörne, Aktivist / Elisabeth-Aue, hat nur eine Frage an jeden der Kandidaten: „Wie entscheiden Sie sich in Sachen Elisabeth-Aue, wenn Sie nach der Wahl in Verantwortung kommen?“

Die unzureichende Verkehrssituation in und um Französisch Buchholz bewegt nicht nur diesen Herrn. Es ist ein Problem, für das die Bürger keine Lösung in naher Zukunft sehen. Schlimmer noch, es wird eine weitere Zuspitzung auf Grund der weiteren Bautätigkeit befürchtet.

Unverständnis zu den Bebauungsplänen der Elisabeth-Aue äußert auch diese Dame.

Der Treffpunkt-Gemeinde und ihrem Pfarrer Peter Kressin herzlichen Dank für die Möglichkeit, zur Wahlveranstaltung in den Treffpunktsaal einzuladen.

Vereinsbrunch mit viel Charme

Der Vereinsabend im Monat Juli ist gar kein Abend. Wir kommen zum Brunch in die Straße 76 von Französisch Buchholz und haben beim Essen, Trinken und Reden auf Stunden eine schöne Zeit. Die sommerliche Wärme erhöht das Wohlgefühl und auch, dass der Rasen einen kurzen Schnitt hat, die Suppe über der Feuerstelle dampft, die Getränke kalt gestellt sind und das Fleisch schon auf dem Grill liegt … Die Gastgeber haben an alles gedacht. Da fragen wir doch erst gar nicht, ob noch was zu tun sei. Beine unter den Tisch und losgeschwatzt. Auch vorgetragen, was belustigt, und Dank gesagt für Arbeit, die gut und gern gemacht wurde. Zum Beispiel von Andrea Delitz.

Kräfte sammeln sagen die einen zu solchen Ereignissen, auftanken die anderen. Wir sagen hochfliegend – eine kulturelle Leistung mit Charme. Und wer gewinnt dabei? Natürlich „Nordlicht“, der Kultur- und Bildungsverein von Französisch Buchholz.

 

Die Suppe brodelt. Das Rezept ist geheim.
„Nordlicht“ tankt Luft und Sonne.
Hier wächst BIO. Tolle Eigenversorgung.
Das ist Dieter Klengel vom Vorstand. In Rauch gehüllt schwer zu erkennen?
Die Damen sind behütet. Beim Begrüßen erfordert das ein wenig Übung.
Frieder Bubl dankt Andrea Delitz.
Begegnung der romantischen Art. Unsere Australien-Reisenden.

Aktuelle Veranstaltungen

Die Vereinsabende finden an jedem

2. Mittwoch des Monats im Nachbarschaftszentrum Amtshaus Buchholz

statt (ausser Juli/August/Dezember).

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