"Nord-Licht" Kultur- und Bildungsverein e.V. in Französisch Buchholz
"Nord-Licht" Kultur- undBildungsverein e.V.in Französisch Buchholz

Bildergalerie 1. Halbjahr 2017

Gabriele Senft

Gesicht zeigen

Menschen sind ihr wichtig, der Fotografin und Fotojournalistin Gabriele Senft, Jahrgang 1949. Das zeigt die kleine Ausstellung im Amtshaus Buchholz am 23. Juni 2017 und ihr Vortrag „Geschichten hinter den Fotos“, zu dem sie der Verein Nord-Licht eingeladen hat.

Ihr Interesse an der Fotografie weckte ihr Vater. Nach dem Abitur macht sie ein einjähriges Volontariat bei der Bildagentur ADN / Zentralbild und studiert anschließend Journalistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig.

Heute ist fotografische Tätigkeit in hohem Maße digitalisiert. Erst das fotografische Endprodukt wird wieder dinglich. Sie hat noch die chemische Seite ihres Berufes erlernt und ausgeübt und in der Dunkelkammer mit dem Entwickler „gepanscht“. Die „Penti“, die goldene Kamera der Pentacon-Werke Dresden, war ihr erster Fotoapparat, kein Vergleich zur jetzigen Fototechnik, aber damals eine phantastische Kleinbildkamera für die ersten Fotos.

Es ärgert sie, dass die meisten Medien vor allem „technisches Können verlangen und kein eigenständiges Denken“. Selbstverständlich hat sie sich die erforderlichen Fähigkeiten angeeignet. Man merkt das sofort, der Technik-Chef von Nord-Licht ist heute nicht gefragt, Gabriele regelt en passant den Beamer.

Mit ihrer Dokumentation „Die Brücke von Varvarin“ schafft sie ein Manifest gegen den Krieg. Die Bombardierung der Brücke von Varvarin am 30. Mai 1999 geschah an einem Pfingstsonntag mit Markt und kirchlichem Umzug. Zehn Menschen wurden ermordet und zahlreiche weitere verletzt. Dieses Kriegsverbrechen der NATO ist ungesühnt.

Opfer und Angehörige zogen bis zum Bundesverfassungsgericht. Wie Hohn wirken die Richtersprüche, dass nur ihr weggebombter Staat hätte gegen die Bundesrepublik Deutschland klagen können – die Menschen selbst aber nicht. Im Krieg der NATO gegen Jugoslawien waren „Kollateralschäden“ einkalkuliert.

Gabriele Senft gibt den Opfern Namen und Gesicht.

In ihrer lockeren, gelassenen und fröhlichen Art den Abend zu gestalten zeigte Gabriele Senft die Stärke, mit der sie ihr berufliches Können für Menschen einsetzt.

 

Detlev & Renate Enneper

Menschen sind ihr wichtig.

Frieder Bubl stellt Gabriele Senft vor.

G. S. berichtet über kulturelle Ereignisse, Schriftsteller und Schauspieler. Seit 1993 ist sie freischaffend tätig.

G. S. spricht über ihre Dokumentation „Die Brücke von Varvarin“.

Abenteuerurlaub und Gutes tun


Mit Weltreisenden hat man es bei Vereinsabenden von Nord-Licht immer einmal wieder zu tun. Diesmal berichteten Dieter und Karin Klengel über ihre mehrere Monate dauernde Reise nach Kenia. Afrika erprobt sind beide. Den Ausschlag für diese Reise gaben Tochter und Schwiegersohn, die im Verein „Lively Sunrise“ Mitglied sind. Der Verein kümmert sich um Projekte, die eine wirtschaftliche Entwicklung anstoßen und das Leben der Einheimischen verbessern sollen. Für den geneigten Zuhörer und Zuschauer war dieser Abend ein Gewinn. Wir erfuhren, wie in einem Örtchen Nirgendwo ohne Weg und Steg man das Geld aus Geldautomaten zieht und in den Läden mit dem Handy bezahlt wird. Mit Lampen, deren Batterien von der Sonne aufgeladen werden, kann man auch Handys aufladen.

Wir waren im Dorf Nyakwaka beim Besuch der Getreidemühle dabei, die zwei Arbeitsplätze schafft und damit den Gelderwerb für zwei Großfamilien und bei Evelyne, alleinerziehende Patenmutter von zwei Kindern, die mit der gestifteten Nähmaschine Kleider schneidern und Geld verdienen kann.

Eine kleine Ziegenherde für ein Dorf war das Projekt von Dieter und Karin. Wer hier gesponsert hat, ist an den Schildern zu sehen, die die Ziegen um den Hals tragen. Interessant, wie durch kleine handwerkliche Tätigkeiten Möglichkeiten zum Geldverdienen geschaffen werden. Die auf dem Markt gekauften Ziegen können ja nicht an den Ohren nach Hause gezerrt werden. Also gibt es auf dem Markt Frauen, die für die Ziegen Leinen flechten und sich damit ein bisschen Geld verdienen.

Auf ihrer Reise mussten beide mit den einfachen afrikanischen Bedingungen, was die Unterbringung, Hygiene und Beköstigung betrifft, zurechtkommen. Auch das war interessant, aber für die meisten kein Anlass, eine ähnliche Reise anzutreten. Am Victoriasee bot die Unterbringung schon mehr Komfort.

Leider müssen wir hier Schluss machen, obwohl es noch mehr zu erzählen gäbe. Kommen Sie doch einfach zu den interessanten Vereinsabenden von Nord-Licht und erleben es mit.

 

Detlev & Renate Enneper

Hier am Äquator ist Schwarz-Afrika. Die Trikots aus Deutschland stehen den Jungen ganz ausgezeichnet.

Erlebnisbilder – Die Hütte einfachst / Die Kuh muss selbst gemolken werden / Dieters Goldmakrele reichte für über eine Woche Mittagstisch / Das Wasser kann durch Zugabe von Moringa-Kapseln trinkbar gemacht werden (Dieter hat das in Deutschland prüfen lassen).

Hier das Projekt Ziegenherde. Oben rechts die von den Frauen geflochtenen bunten Leinen.

Die Getreidemühle und Evelyne mit der Nähmaschine. Oben rechts ein Laden, in dem es Schulkleidung zu kaufen gibt. Schulkleidung ist in Kenia ein Muss, so dass sich dafür ein ganzer Industrie- und Handelskomplex entwickelt hat. 900 Euro pro Jahr und Schüler kosten alle Aufwendungen für einen Schulbesuch einschließlich Internat.

Wäschetrockner – Verkehrsmittel – Katapult ein Affenschreck

Das Duell bei Nord-Licht

Kann man den Medien noch trauen?
 

Der 27. April, ein Mittwoch-Abend im Amtshaus, der friedlicher und harmonischer nicht hätte sein können. Heiner Bremer war da. Politikwissenschaftler, Jurist, Journalist, aber jetzt im „Ruhestand“. Er ist nicht der Mann, der polarisiert, ist sachlich und kenntnisreich, klar und unaufgeregt selbst bei diesem Thema, das Pegida-Anhänger auf die Palme bringt und sie in ihren Zügen etwa durch Leipzig Lügenpresse skalieren lässt. Sie kennen ihn? Kein Wunder. Er war das doch, der 10 Jahre lang, 1994 bis 2004, das RTL-Nachtjournal moderiert hat. Beim Nachrichtensender n-tv meisterte er die Talkshow „Das Duell bei nt-v“ 12 Jahre lang.

Und nun saß er auf dem Podium des Nachbarschaftszentrums in Französisch Buchholz zusammen mit Vorstandsmitglied Dieter Klengel, der kompetent und umsichtig durch den Abend führte.

Heiner Bremer zeigte sich sicher, dass Menschen Klarheit wollen, dass sie sich politischen Durchblick erhoffen von den Medien. Was sie aber geboten bekommen, sind oftmals Politphrasen, die Politik überflüssig und langweilig erscheinen lassen. Zurzeit sind die Erträge der Verlage rückläufig. In solchen Zeiten ist der Hang zur inhaltlichen Einflussnahme größer. Die für Bremer wichtigsten Zeitungen, nämlich die Frankfurter Allgemeine und die Süddeutsche Zeitung, sind nicht infiziert, zeigen keine Anzeichen dafür.

Selbst bei einem der weltweit größten Medienkonzerne, bei Bertelsmann, mischt sich die Eigentümerin, die Familie Mohn, inhaltlich nicht in die Arbeit von Redaktionen und Agenturen ein. Ansonsten ist sie im Aufsichtsrat verankert und kontrolliert das Unternehmen nach bestem Wissen und Gewissen.

Bremer ziert sich nicht, die Fehlerhaftigkeit vor allem in den Printmedien festzustellen. Mit Manipulation bringt er das nicht in Verbindung. Mal ist es die Zeit, die keine Gründlichkeit bei der Recherche erlaubt, ein andermal reicht das grammatische/orthografische Verständnis des Schreibers für ein thematisch anspruchsvolles Thema nicht aus. Und vieles mehr. Bis zum Layout hin bemüht sich der Redakteur für seine Ausgabe. Selbst eine Überforderung wird in Kauf genommen.

Zu einem Duell gehören immer zwei. Bremer und Klengel duellierten sich ganz auf die Sanfte, hinter Klengel stand/saß ein interessiertes Publikum, das den lebhaften Austausch mit Heiner Bremer mochte und genoss.


Renate & Detlev Enneper (Text & Bild)

Gleich geht es los.

Ein journalistisches Leben wird vorgestellt und das letzte Duell angekündigt.

Das Duell – Immer eine Herausforderung.

Alles im Blick – Bei Horst Horbank ist die Technik in guten Händen.

Danke für diesen erhellenden journalistischen Diskurs.

Rot-rot-grünes Nord-Licht

Der Kultur- und Bildungsverein ist mittlerer Weile dafür bekannt, die unterschiedlichsten Themen den interessierten Buchholzern zur Diskussion, aber auch zum Genuss und zur Selbstverwirklichung anzubieten. Diesmal war die rot-rot-grüne Berliner Koalition dran mit der Frage nach der Erfüllung ihres 100-Tage-Programms.

Das Publikum, politisch interessiert, in der Erwartung, zu erfahren, was sich denn geändert hat in der Politik und wann Ergebnisse zu sehen sind.

Das Podium, besetzt mit Elke Breitenbach (56) der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales von der LINKEN, Stefan Gelbhaar (40) von Bündnis 90 / Die Grünen, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, Sprecher für Verkehrs-, Medien- und Netzpolitik, Pankower Direktkandidat und 2. der Landesliste zur Bundestagswahl. Die SPD war angefragt, teilte aber mit, kein verfügbares Personal für das Forum zu haben und so moderierte Dieter Klengel von den Nord-Lichtern in bewährter Weise die Veranstaltung ohne das große Rot.

Bevor es los ging, nahm die Chefin des Nachbarschaftszentrums im Amtshaus, Imke Sturm-Krohne, das Wort und teilte erfreut mit, dass der Berliner Senat die Arbeit des Nachbarschaftszentrums bis 2020 garantiert und sie dankte der Senatorin für die Unterstützung zu dieser Entscheidung.

Das 100-Tage-Programm, das sich eine neue Regierung meist gibt, soll auch dazu dienen, dass sie erst einmal in Ruhe gelassen wird mit Fragen zu den Ergebnissen ihrer Arbeit. Da konnte Elke Breitenbach nur kurz auflachen. Als sie mit der neuen Regierung in die Verantwortung genommen wurde, übernahm sie auch das Chaos in der Flüchtlingsunterbringung und die Wartezeiten in den Bürgerämtern. Da musste sofort gehandelt werden und das wurde getan. Bis 31. März 2017 wurden alle Turnhallen freigezogen und in den Bürgerämtern haben sich Wartezeit für einen Termin auf ca. zwei Wochen reduziert. Auch wenn noch mehr passieren muss, zu diesem Ergebnis kann man gratulieren, aber es wirft auch die Frage auf, warum der alte Senat nicht so schnell gehandelt hat, denn die Voraussetzungen waren da. Konnte man, aber wollte nicht?

Ein weiteres Thema, das Elke Breitenbach am Herzen lag, ist die Kältehilfe. Der Winter war schon da. Die vorhandenen 638 Plätze für Obdachlose reichten nicht. Geplant waren 760 für diesen Winter, die Senatorin wollte 1.000 Plätze schaffen. Ruhig schlafen konnte sie nicht, wenn frostige Nächte angesagt wurden. Jetzt war man in der Verantwortung, auch für eventuelle Kältetote. 920 Plätze wurden geschaffen, es gab keinen Kältetoten in Berlin. Das Thema bleibt, es bedarf eines Konzeptes, für das sich Elke Breitenbach stark machen will.

Auf der Positivseite steht auch das Sozialticket für 27,50 € statt 36 € ab Juli diesen Jahres.

Weitere diskutierte Themen waren das Fahrradgesetz bzw. das Mobilitätsgesetz, das in der Ankündigung ist und die Probleme der Schulen. Stefan Gelbhaar antwortete auf Befürchtungen, dass für Autofahrer nun gar nichts mehr gemacht wird. Die Straßen sind da, zum Teil in schlechtem Zustand, doch werde hier ein kontinuierliches Instandsetzungsprogramm Abhilfe schaffen. Für den Fahrradverkehr sieht es anders aus, hier gibt es nichts bis wenig und das Wenige ist oft marode, wie die Buckelpiste, die sich vor dem Amtshaus befindet und ein Radweg sein soll. Das Gesetz soll Voraussetzungen schaffen, den Fahrradverkehr sicherer und effektiver zu machen.

Zur Schul-Problematik war man sich meist einig, das Umfeld der Schulen muss solide sein, entscheidend ist jedoch die Bereitstellung der notwendigen Lehrkräfte.

Das Offenhalten von Tegel kam auch in die Diskussion. Selbst, wenn eine Volksbefragung mit Erfolg gekrönt würde, könnte Berlin nicht allein entscheiden. Brandenburg und der Bund sitzen mit im Boot. Man hofft auf die Vernunft der Wähler, wenn es zu einer Abstimmung kommt. 2012 sollte er. 2017 weiß man immer noch nicht, wann der Flughafen BER eröffnet werden wird. Da muss man sich nicht wundern, wenn Tegel zur fetten Beute von Populisten wird.

Knappe zwei Stunden wurde informiert und diskutiert. Zum Klima in der Koalition wurde gar nichts gefragt oder gesagt. Doch man hatte den Eindruck, dass Rot und Grün auf dem Podium sich gut verstanden. Beide Akteure werden wir im Wahlkampf wieder erleben.

Danke Elke Breitenbach und Stefan Gelbhaar, Dank an Dieter Klengel und die Nord-Lichter und Dank an das interessierte Publikum.

Detlev Enneper (Bild & Text)

Die Lokation füllt sich.

Imke Sturm-Krohne (r.) freut sich – Amtshaus bis 2020 gesichert.

Konnten Sie die Regierungsarbeit ruhig angehen, Frau Breitenbach?

Stefan Gelbhaar (l.) und Dieter Klengel finden Unterstüzung bei der Senatorin.

Na Herr Klengel, sind Sie zufrieden mit unseren Antworten?

Jahreshauptversammlung, die Fünfte

 

Es ist der 21. März 2017. Auf den Tag genau vor fünf Jahren gründete sich Nord-Licht, der Kultur-und Bildungsverein in Französisch Buchholz. Im Nachbarschaftszentrum ist der lange Tisch aufgestellt, die Jubiläumsveranstaltung nimmt ihren Lauf.

2012 stellten sich – gleicher Ort, gleiche Stelle – 10 mutige Frauen und Männer ein: Frieder Bubl und Frau Carola, Amrei und Klaus Flemming, Manfred Spieshöfer und Lena, Manfred Kohla, Wolfgang Lindner, Dieter Klengel und Horst Horbank.

Was hatten sie vor? Sie setzten auf Kommunikation über Entwicklungen in Politik und Gesellschaft; kulturelle Höhepunkte, die das Alltagsleben vergnüglich unterbrechen und nicht zuletzt auf einen niveauvollen Meinungsstreit. Die Gründer wollten damit auch einfallen in die Selbstzufriedenheit der dörflichen Idylle, einen Rahmen für lebhaften Austausch bieten und Bürgersinn wecken.

Im Bericht des Vorstandes über das Geschäftsjahr 2016 sagt Frieder Bubl, Vereinsvorsitzender von Anfang an: „Nach fünf Jahren können wir konstatieren:

Unsere Idee ist Realität geworden.“

Das muss erstmal bewiesen werden. Nichts ist aber leichter als das. Immer wieder wird von Tradition gesprochen, vom „Kerngeschäft“, zu dem die 10 thematischen Veranstaltungen eines Jahres gehören. Da heißt es: Kabarett im Januar, Vernissage und Ausstellung in der dunklen Jahreszeit, gemeinsames Singen mit Sängern vom Konzertchor der Berliner Pädagogen … Was sich bewährt hat, wird fortgeführt. Tradition sind die politischen Veranstaltungen vor Wahlen – gut und bestens besucht. Und manchmal ist auch Tanzstunde im Amtshaus – Tango im Sauseschritt.

Die Kontinuität dieser Arbeit zahlt sich aus. Das Augenmerk auf die Öffentlichkeitsarbeit, die Zusammenarbeit mit anderen Trägern von Politik, Religion und Gesellschaft, gelungene Vereinsabende für die Mitglieder von Nord-Licht stärken die Bindung zum Verein und lassen die Kontinuität nicht abreißen.

Dem Fünfjährigen zu Ehren hoben die Anwesenden das Glas. Französisch Buchholz ist reicher geworden.


Text + Bild: Renate & Detlev Enneper

Nachlese – Das war im Dezember 2016, ein lockerer Jahresabschluss …

… im „Eisernen Gustav“

März 2017 – Hauptversammlung der Nordlichter im Amtshaus. Das vergangene Geschäftsjahr wird kritisch unter die Lupe genommen.

Kritisch, anregend, kreativ die Diskussion im Verein und mit den Gästen. Entlastung des Vorstandes. Und während man sich stärkt, wird über die zukünftigen Vorhaben beraten.

In Goethes Revier fehlten die Blumen. -
Im Veranstaltungssaal des Amtshauses nicht.

Statistiken scheinen langweilig. – Prof. Bernhardt belebt und illustriert Wetter, Witterung und Klima literarisch.

Der Wert des 100-jährigen Kalenders und der Wert von Bauernregeln wird in der Diskussion erfragt und erläutert.

Auch das ist Wetter, Witterung und Klima. – Das Ergebnis einer Pilzsuche der Familie Bernhardt im Dezember.

Frieder Bubl dankt Prof. Bernhardt mit einem Fläschchen Rotwein. – Einem Produkt, das sehr abhängig ist von Wetter, Witterung und Klima.

Bild & Text Detlev Enneper

Selber schuld
Gisela Oechelhaeuser mit neuem Programm bei Nord-Licht zu Gast

 „Ich bin Gisela, 72, ich mach’ Kabarett“, so beginnt Gisela Oechelhaeusers neues Programm. Vorstellen musste man sie nicht. Alle verfügbaren Plätze im Saal des Amtshauses  waren über Vorbestellungen sofort nach Ankündigung vergeben.
 

Die versierte Kabarettistin präsentiert ein Programm bei dem jede Pointe sitzt.  Selber schuld, wer sich als „Best Ager“ auf eine Kreuzfahrt mit -Fettabsaugen to go- begibt und damit das Anbratfett fürs Wiener Schnitzel liefert („Liebling, das Fleisch riecht wie du“). Selber schuld wer die Jugendweihe der Kinder am Pflegebett feiert, da die befruchtete Eizelle zu spät aufgetaut wurde. Selber schuld, wer im Naturspielplatz, wo der Förster Kindern den Wald in seiner schönsten Vielfalt nahebringen möchte, in einem SUV mit Besatzung in Survival-Ausrüstung kein steriles Indoor-Abenteuer bekommt.
 

Ihr Programm greift treffsicher gesellschaftliche Probleme auf und spitzt sie zu. Ob es den Begriff „besorgte Bürger“ betrifft (Hitler war ja auch ein besorgter Bürger, als die Russen vor Berlin standen) oder die „Fremdenangst“ (…Fast aller Männer haben Angst, das Klo sauber zu machen. Trotzdem zünden sie keine Toiletten an). 
 

Lang anhaltender Beifall „erzwang“ eine Zugabe und lässt auf ein Wiedersehen mit Gisela Oechelhaeuser hoffen.

Aktuelle Veranstaltungen

Die Vereinsabende finden an jedem

2. Mittwoch des Monats im Nachbarschaftszentrum Amtshaus Buchholz

statt (ausser Juli/August/Dezember).

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