"Nord-Licht" Kultur- und Bildungsverein e.V. in Französisch Buchholz
"Nord-Licht" Kultur- undBildungsverein e.V.in Französisch Buchholz

Bildergalerie 1. Halbjahr 2016

Auch Tiere können lustig sein

 

Wie so etwas klingt, war zum vierten Mal bei gemeinsamen Gesang mit Sängern des Chores der Berliner Pädagogen und den anwesenden Gästen am 24.06.2016 im Amtshaus Französisch Buchholz zu hören. Peter Aderhold, als Chorleiter an diesem Abend und Horst Birkholz am Keyboard hatten gar nicht soviel Mühe den sangesfreudigen Gästen so manche neue Melodie nahe zu bringen und auch bei wohl bekannten Liedern zum Mitsingen zu begeistern.

Mit Freude und neuen Erwartungen haben die Gäste und Nord-Licht e.V. einen neuen Liedertext verstanden in dem der Chor ankündigte, im nächsten Jahr wieder zu kommen.

 

775 Rotbuchen für Französisch Buchholz

Das war ein waldreicher Vereinsabend. Die Verrückten vom Verein aufBuchen wollen unbedingt zum 775-jährigen Jubiläum von Buchholz / Französisch Buchholz im nächsten Jahr 775 Rotbuchen auf den Flächen ehemaliger Rieselfelder im Hobrechtswald pflanzen. Drei Jahre haben sie hier schon Rotbuchen gesetzt, jetzt wollen sie einen großen Schub organisieren, um mit einem kleinen Rotbuchen-Wald den Ortsteil Französisch Buchholz zu ehren und gleichzeitig einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung unserer Wälder zu leisten. Das bedarf allerdings vieler Unterstützer, das heißt finanziell oder mit dem Spaten in der Hand. Einen „verrückten“  Unterstützer haben die aufBucher schon, den Bucher Revierförster Olaf Zeuschner.

Sorry, ja ein Verrückter, das muss man sagen, wenn man seine Geschichte kennt. 1992 übernahm Olaf  Zeuschner, gebürtiger Ostfriese, das Bucher Revier und bekam in den folgenden Jahren weitere Rieselfelderflächen dazu, und die waren eine Katastrophe. Der Versuch zu DDR-Zeiten, die stillgelegten Rieselfelder zu bewalden, war ein Misserfolg. Die belasteten Flächen ließen kein Baumwachstum zu. Hier ist nicht der Platz, eine lange Geschichte zu erzählen, nur so viel:

Olaf  Zeuschner war die treibende Kraft bei der Entwicklung und Durchsetzung des Bucher Verfahrens, das durch das Einarbeiten von Lehm- und Mergel-Boden in die Rieselflächen, die Belastung der Flächen verringerte und eine Bepflanzung ermöglichte. Heute haben wir hier eine halboffene Landschaft, die eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt beherbergt.

Ein zweites großartiges Projekt in seinem Revier ist die Rückführung des Wassers aus dem Klärwerk Schönerlinde über den Lietzengraben in die Natur. Biber und Fischotter nehmen diese neu entstehenden und für sie geeigneten Refugien in Besitz.

Das dritte große Projekt im Bucher Revier sind die Waldweiden mit Wildrindern und Wildpferden. Sie werden benötigt, um die Landschaft offen zu halten und eine Verbuschung zu verhindern. Bis jetzt ein großer Erfolg und eine Freude für viele Erholungsuchende, die durch diese Landschaft streifen.

Die Führung durch den Bucher Wald zu den Pflanzflächen für die Rotbuchen und dem Bekanntmachen mit der jüngsten Entwicklung dieser Landschaft ist eine großartige Unterstützung unseres Anliegens, Rotbuchen zu pflanzen. Der Kultur- und Bildungsverein Nord-Licht hat seinen Vereinsabend diesmal mit uns zusammen erwandert. Auf den Hinterlassenschaften der Weichseleiszeit haben wir einen Wald erlebt, in dem man hundertjährige Buchen und Eichen im Hochwald ehrfürchtig bestaunen kann. Dann wieder ein ganz anderes Biotop, in feuchten Bodensenken haben sich Erlen angesiedelt. Ein Mischwald aus Hainbuchen, Kiefern, Fichten, Haselsträuchern, Traubenkirschen, Ahorn und gewaltigen Eschen umgibt unseren Weg, und der Wald ist voller Vogelstimmen.

Unterstützen Sie unsere Pflanzung:     775 Rotbuchen für Französisch Buchholz

Jeder Euro zählt. Das Pflanzen einer Buche kostet 5 Euro – für den Setzling, die Tubex-Schutzhülle, den Akazien-Pflanzstab, Transport- und Organisationsaufwand, Werkzeuge u.a.

Mehr unter www.aufbuchen.de

Detlev Enneper (Bild & Text)

Auch ein verrückter aufBucher

 

Spendenkonto:    aufBuchen e. V.

                               DE73430609671124973300

Ein herrlicher sommerlicher Nachmittag macht die Waldführung perfekt.
Jetzt geht’s los.
Auf dem Grillplatz die ersten Erläuterungen. Olaf Zeuschner muss nicht nur seine forstwirtschaftlichen und waldpflegerischen Arbeiten erledigen – Öffentlichkeitsarbeit nimmt einen großen Platz ein.
Mitten im Wald.
Hier haben Kinder ihrer Spielphantasie freien Lauf gelassen.
Ein uriger Wald, aber kein Urwald.
Heranwachsender Kiefernwald. Gerade wurde hier die im Unterholz wachsende Traubenkirsche gerodet.
Buchenholzstämme – wirtschaftlich interessant – international gefragt, besonders von China und Japan.
Diana, die Göttin der Jagd – Kunst im Wald findet sich auch an anderer Stelle. Fast das gesamte Gelände der ehemaligen Rieselfelder durchzieht eine Skulpturenlinie – das künstlerische Großprojekt „Steine ohne Grenzen“.
Der Pflanzstandort des Vereins aufBuchen im Hobrechtswald.
Wieder zurück am Grillplatz – Karin Klengel von Nord-Licht überrascht mit Kaffee und Butter-Zucker-Kuchen vom Blech.

Hermann Falk erinnert sich

Nur Weltstar Marlene kam nicht

Dabei war alles klar. Die Tour festgelegt und die Gage abgesprochen. Vier weiße Flügel sollten es sein. Dem Pianisten der Dietrich aber wurde die Einreise vonseiten amerikanischer Behörden verwehrt. Da musste sie absagen. Kein Auftritt in der DDR.

Hermann Falk, von 1972 bis 1990 Generaldirektor der Künstleragentur der DDR, hatte es mit zweierlei Menschen zu tun: mit Künstlern und Politikern und das auch noch in zwei Systemen. Keine leichte, aber völkerverbindende Aufgabe, wenn es denn klappt. An diesem 20. Mai im Amtshaus von Französisch Buchholz interviewte Dieter Klengel vom Bildungsverein Nord-Licht den agilen 81-Jährigen, der Ernstes und Lustiges in Anekdoten und Schnurren und viel Faktisches steckt, der gerade ein Buch geschrieben hat. Titel: Zu Gast in der Welt / Die Welt zu Gast.

Die besten Orchester der Welt, Ballettensembles, Theaterschaffende, Sänger, Dirigenten kamen und bereicherten das kulturelle Leben in der DDR. So wie Künstler der DDR von Felsenstein und Brecht bis Masur und Christian Funke, auch die Puhdys die Welt auf ihre Art bereicherten. Gegenüber diesen Leistungen fiel auch Ignoranz auf. Das Schauspielhaus und seine Geschichte wurden prätentiös erarbeitet zu seinem Jubiläum, das Wort DDR kam nicht darin vor. Wenngleich das stark zerstörte Gebäude (heute Konzerthaus Berlin) im Geiste Schinkels Jahre nach dem Krieg wieder aufgebaut wurde und eine würdige Spielstätte bis zur Wende war und heute ebenso ist.

Wenn die weite Welt schon vielen verschlossen war, so musste sie wenigstens reingeholt werden. Mit Joe Cocker z. B., Bruce Springsteen, Peter Maffay …

Im alten Friedrichstadtpalast übrigens begann die Karriere der Dietrich. Vielleicht wäre sie auch gerne gekommen, weil die Zuschauer im Osten die Künstler aus dem Westen meist ausgiebig feierten. Zu befürchten war jedenfalls nicht, dass sie als Vaterlandsverräterin ausgebuht würde wie auf einer Europatournee 1960 in der BRD geschehen.

Text & Bild: Renate & Detlev Enneper, Archiv Hermann Falk

 

Autor Hermann Falk und Frieder Bubl, Vorsitzender des Bildungsvereins, vertieft im Gespräch.
Dieter Klengel (r.) interviewt Hermann Falk.
Spannung im Amtshaussaal von Französisch Buchholz.
Ein Buch, das festhält, was historischer Aufarbeitung dienen könnte.
Karin Klengel sagt Danke mit Blumen.

Reise

zum anderen

Ende der Welt

 

Der 18. Mai 2016 war Vereinsabend bei den Nord-Lichtern in Französisch Buchholz. Ehrhard Dreßler wusste viel zu erzählen. Zusammen mit seiner Frau hatte er seine vier Reisen nach Australien mit einem halbjährigen Aufenthalt gekrönt. Im Wohnmobil mit Fahrrad-Ausstattung machte er von Süd-West nach Nord-Ost bis Süd-Ost Entdeckungen, die der „Massentourist in seinem Strandhotel“ nicht so leicht macht.

Der schwach besiedelte Kontinent zählt 22,6 Millionen Menschen, meist Europäer, erfuhren wir. Weithin bekannt: Die Ureinwohner sind die Aborigines. In Reservaten leben sie, oft flüchten sie sich in Alkohol und Drogen. Mittendrin stellt Ehrhard Dreßler fest, was für ihn das Schönste an diesem fernen Kontinent ist: die Landschaft. Die Dia-Show des Reiseabenteurers bringt das nicht so ganz rüber. Geröllartige Wüstenstreifen zeugen auch von unwirtlichen, eintönig gefärbten Regionen.

Selbst Kuriositäten spielten an diesem Abend im Amtshaus eine Rolle. Zum Beispiel, dass in einigen Gebieten die Sommerzeit einfach ignoriert wird und des Nachts besser nicht Autobahn gefahren wird. Da liegen und schlafen nämlich die Kängurus auf dem noch warmen Asphalt. An einem schönen Sommertag klettert das Thermometer schon mal auf 50 Grad. Verschweigen darf man auch nicht, dass giftige Schlangen, giftige Spinnen und sogar giftige Quallen den Urlaubsspaß verderben könnten. Und wie das so ist: Die Dreßlers erfuhren auch wieder einmal, dass die Welt ein Dorf ist. Sie trafen im fernen Australien auf Pankower Bürger.

Text und Bild: Renate & Detlev Enneper

Der Vereinsabend entführt nach Down Under.
20.000 Reisekilometer in einem Land, das auch ein Kontinent ist.

Lobbyismus –

die fünfte Gewalt?

Carsten Frerk lebt in Berlin, ist aber in Hamburg, in einem Arbeiterviertel als jüngstes Kind von vier Söhnen eines Arztes und seiner Frau aufgewachsen. Heute ist er vor allem Autor, Journalist und „Vortragsreisender“ zu einem Thema, das er sich wissenschaftlich als Politologe und Soziologe mit Doktorrang voll erschlossen hat.

Der Lobbyismus ist sein Forschungsgebiet und bedeutet so viel wie Interessenvertretung in Politik und Gesellschaft. Speziell widmet er sich der Kirche, die ungeschlagen lobbyistisch agiert.

Frieder Bubl, Vorsitzender des Bildungsvereins, stellte Dr. Frerk vor und wünschte der Veranstaltung im Amtshaus von Französisch Buchholz einen guten Verlauf. Motto des Abends: „Kirchenrepublik Deutschland – wie groß ist die Lobbymacht der Kirchen?“

Es ist das zweite Mal, dass der Bildungsverein Menschen zusammenführt, die über Kirche und Gesellschaft nachdenken. Im Mai 2014 bestritten Rabbiner Alter aus der jüdischen Gemeinde Berlin, Imam Arif von der Moschee in Heinersdorf und aus Buchholz der evangelische Pfarrer König sowie der katholische Pfarrer Monn eine Podiumsdiskussion. Drei Hauptreligionen beieinander und so viel Harmonie? Kaum zu glauben.

Das brisante Thema führte diesmal zu hitziger Diskussion. Die vielen harten Fakten zum Lobbyismus der Kirchen wurden von einigen Gästen als Polemik aufgefasst. Anstoß wurde auch daran genommen, dass Menschen, die mit bester Absicht für ihre Kirche agieren, keine Rolle spielten.

Es ging ja aber um eine gesellschaftliche Erscheinung, die der Demokratie ernsthaften Schaden zufügen kann. Der Einfluss des Lobbyismus auf Gesetze nimmt zu, auf Wirtschaft und Kultur, auf Bildungsinhalte und Haltungen …

Für die Gewaltenteilung stehen Exekutive, Legislative und Judikative. Die vierte Säule stellen die Medien dar und als die fünfte wird neuerdings der Lobbyismus angesehen. Auch wenn das nicht zutrifft, es zeigt doch, wie ernst das Problem genommen wird und wie hoch es gehängt wird.

Das alles weiter zu beobachten wäre interessant. Dann steht wohl nach diesem 15. April bald die dritte Diskussion ins Haus. Und wenn es wieder ein Streit wird? Umso besser. Der Gewinn ist auf jeder Seite. Auf alle Fälle, wenn uns kompetente Leute wie Carsten Frerk zur Seite stehen. Übrigens war er eine Zeitlang auch Buchholzer, zu Hause in Buchholz Nordheide Nähe Hamburg.

Text und Bild: Renate & Detlev Enneper


 

Dr. Frerks Thema ist für den Normalbürger nicht gerade hinreißend. Aber seine Haltung zu seinen Mitbürgern schon. Der Politologe mischt sich vor seinem hochinteressanten Vortrag unter seine Zuhörer.
Frieder Bubl, Vorsitzender des Bildungsvereins, schaut über den Brillenrand hinweg und stellt Dr. Carsten Frerk vor. Der promovierte Politologe ist heute als Autor, Journalist und Texter unterwegs.
Das jüngste Werk des in Berlin lebenden Wissenschaftlers.
Ein eintöniger Vortrag? Beileibe nicht. Ein bisschen Entertainment ist schon dabei.
Die Zuhörer haben jetzt in der Hand, was sich die Kirche nicht aus der Hand nehmen lässt:
Wertung aus den eigenen Reihen.
Bedenken werden geltend gemacht. Ist das Ganze nicht zu polemisch?
Engagiert und sachlich, versiert und nachvollziehbar kommt die wissenschaftliche Analyse von Dr. Frerk einher.

So ist das Leben …

wird mein Nebenmann, der Schatzmeister vom Kultur- und Bildungsverein Nord-Licht, irgendwann während der Lesung von Annegret Ruhland sagen. Tatsächlich ist die junge Frau mittendrin in diesem Leben und hat die Gabe, aus ihren Beobachtungen etwas Literarisches zu machen.

Was sie aufschreibt, hat sie so oder so ähnlich erlebt. Den Nüsse knackenden und dabei ein Buch lesenden Zeitgenossen in der Fernbahn oder das Desaster mit der falschen Abfahrt auf der Autobahn, die nicht in Richtung Dresden, sondern Richtung Polen ging …

Ein Schmunzeln blieb während ihrer Lesung nie aus, und wer in die Runde schaute, sah, dass es den anderen Gästen im Amtshaus an diesem 13. April genauso gefiel, von menschlichen Schwächen zu hören und über Missgeschicke, Befindlichkeiten, die jeder so ähnlich kennt, zu lästern. Den Vereinsabend eröffnete Dieter Klengel vom Vorstand des Kultur- und Bildungsvereins und die treffenden Fragen stellte er auch. So erfuhren wir, dass Annegret Ruhland, die mit 9 Jahren zu schreiben begann und in der Buchholzer Gartenanlage „Daheim“ Natur genießt, von Haus aus Bauzeichnerin und Schneiderin ist und schon in vielen Jobs gearbeitet hat. Gerade jetzt ist ein intimes kleines, aber feines Lyrik-Büchlein erschienen. „Und immer wieder …“ heißt es, und einen Vers entnehmen wir für Sie:


Ich hab mit Dir / den kleinen Tod / wieder für mich

/ neu / entdeckt.

Ich lasse mich fallen / in deiner Liebe. / Restlos / Grundlos / Zeitlos?


Sie schreibt aber nicht nur. Sie gestaltet auch kreativ und malt erstaunlich intensiv, wenn sie es tut. Gerne lässt sie ihre Arbeiten parallel laufen und lernt dabei von einer Arbeit für die andere.

Manfred Kohla hatte schon recht. Annegret Ruhland hat ihren Stil in der Kunst gefunden: Sie bildet nicht nur ab, sondern schafft ein neues künstlerisches Dasein. Am Ende kann man tatsächlich sagen:  So ist das Leben …


Text und Bild: Renate & Detlev Enneper

 

Munteres Miteinander vor der Lesung zum Vereinsabend am 13. April.
Annegret Ruhland liest Kurzgeschichten und Gedichte. Der Sohn an ihrer Seite eine einmalige Unterstützung.
Sie hat aufmerksame Zuhörer und zaubert ihnen schnell ein Lächeln ins Gesicht.

Gesund leben – aber wie?

 

Es ist ja alles ganz einfach, nur die Regeln sind zu beachten und von denen gibt uns die sympathische junge Frau, deren Vortrag wir lauschen, gleich sechs an die Hand. Von jetzt an wird alles besser.

Der Bauch verschwindet, die schlaffe Haut wird straff und der Po knackig ….

Nein, solche Versprechen macht Claudia Jankowski, Apothekerin und Ernährungsberaterin, nicht. Im leider nur mäßig besetzten Saal im Amtshaus fasst sie zusammen, was die Ernährungswissenschaft heute zu bieten hat. Und das Geniale: Sie gibt viele brauchbare Tipps auf dieser Grundlage, Alltagstaugliches eben.

5 Tassen Flüssigkeit, möglichst das köstliche Berliner Leitungswasser, sollst du täglich trinken. Morgens und abends putzt du dir die Zähne. Trinke  also bei dieser Gelegenheit dein Glas Wasser und du hast schon zwei geschafft. Da fällt mir ein, dass Dr. Eckart von Hirschhausen empfiehlt, auf einem Bein stehend die Zähne zu putzen. Mit dem Glas in der Hand? Oder wie? Aus dritter Hand?

Es ist doch nicht alles so einfach. Aber deshalb ist die Aufmerksamkeit an diesem Abend  des 17. März groß und die Fragen klug. Im Telegrammstil: Es kommt darauf an, dass wir viel trinken, fünfmal täglich Obst und Gemüse essen, gesunde Fette auswählen und die richtigen Kohlenhydrate sowie ausreichend Eiweiß zu uns nehmen und, nicht zuletzt, den Abstand zwischen den Mahlzeiten, das heißt vier bis sechs Stunden, einhalten.

Ach, wären Sie doch dabei gewesen. Nicht nur wegen der Verköstigung des leckeren Eises am Ende der Veranstaltung. Der Vortrag „Gesund leben – zwischen Fastfood und selber kochen“ hat sich für alle gelohnt.


Bild & Text: Detlev & Renate Enneper

 

Claudia Jankowski führt die Apotheke in der Hauptstraße in Französisch Buchholz. Das Thema: „Gesund leben – zwischen Fastfood und selber kochen“.
Die erste Diät kann schon in die Fettleibigkeit führen, warnt sie. Beim Einkauf sollten wir zur Seite legen, was reichlich Geschmacks-Aromen oder -Verstärker, was keine natürlichen Beimischungen enthält.
Der Mixer ist an Bord. 300 g tiefgefrorenes Obst und zwei Esslöffel Puderzucker mixen und nach Wunsch Milch, Vanillesauce oder Sahne dazugeben. Fertig ist das Eis.
Einfach lecker, das Himbeereis.
Dieter Klengel vom Vorstand des Bildungsvereins dankt mit Blumen.

Besuch im Künstlerhof 

 

Ein altes bäuerliches Anwesen in Blankenfelde, Hauptstraße 56, ist am 9. März das Ziel der Nord-Lichter. Hier wohnen Liz Mields-Kratochwil und Felix Reinhard Mields.

Zwei Künstler, die mit beiden Beinen im Leben stehen. Sie ist Bildhauerin, malt und zeichnet auch gern in verführerischen Farben, und er hat für die Kunst mitten im Leben den Beruf gewechselt, stellt vor allem ausgewählte Keramik her.

Die Führung durch den Hof war eine kleine Entdeckungsreise. Da gab es Kunstobjekte, aus Metall„wolle“ gestaltet, plastische Arbeiten, die sich als Replikate entpuppten, als auch figürliche und abstrakte Skulpturen. Immer wieder Wege suchend, streben beide Künstler danach, mehr noch aus Struktur und Material, Form und Farbe, Muster und Wirkung herauszuholen und in ihrer Kunst anzuwenden.

Ihre Adresse im Internet: www.kuenstlerhof.com


Bild & Text: Detlev & Renate Enneper

 

Treffen im Künstlerhof.
Reinhard Mields (r.) führt uns durch sein Reich. Ein Replikat, ein dem Original streng verpflichtetes Werk, wird betrachtet..
Keramikschätze
Blick über den Künstlerhof.
Schauen und nachspüren … Was geht in mir vor?
Metallfäden zu einer Plastik geformt.
Da grunzt doch wer?
Für den Malkurs werden die Staffeln gebraucht.
Das Auge freut sich daran.
Die Nord-Lichter stärken sich und lauschen dem Vortrag von Reinhard Mields.
Frau Mields-Kratochwil kann leider nicht bleiben. Außer Haus hat sie einen Termin.
Wo fängt die Unendlichkeit an und wo endet sie?
Und immer wieder ist Neues zu entdecken.
Uriger geht´s nimmer. Die Töpferwerkstatt.
Kein Christbaumschmuck, aber schön, wenn die Sonne noch geizig ist und die Bäume kahl.
Blumen für den Künstler.
Ein Osterei bitteschön? Das Keramikangebot ist edel. Formschön heißt bei Mields auch angenehm im Gebrauch.
Da gönne ich mir die Tasse für 15 € und lerne, dass sie Craquelé-Glasur aufgetragen bekam. Diese Glasur reißt nach dem Brennprozess und hinterlässt ein besonderes Muster.

Jahreshauptversammlung -

Die Vierte
 

Auf der vierten Jahreshauptversammlung am 08.März 2016 konnten wir im Bericht des Vorstandes mit ein wenig Stolz konstatieren,  einen dauerhaften Platz im kulturellen und geistigen Leben unseres Ortsteils eingenommen zu haben. Die Bildergalerie dieser Website lässt das anschaulich nachvollziehen.

Bei der Organisation öffentlicher Veranstaltungen setzten wir neue Akzente  und haben mit insgesamt 600 Gästen 2015 einen „Besucherrekord“ erreicht.

Unser Vereinsleben im engeren Sinne ist vielfältiger und kontinuierlicher geworden. Neben internen Zusammenkünften mit Berichten und Foto-Reminiszenzen von Urlaubsreisen einiger unserer Mitglieder in ferne Länder waren wir auch unterwegs, um uns kulturelle Einrichtungen im Ortsteil und der Stadt gemeinsam zu erschließen und Gleichgesinnte kennen zu lernen.

Mit einer  Unterschriftensammlung und einem Protestschreiben an den Bezirksbürgermeister engagierten auch wir uns für den Erhalt des Nachbarschafts- und Familienzentrums im Amtshaus.

Unsere Öffentlichkeits- und Pressearbeit hat mit der Webseitengestaltung  (16558 Besucher im Berichtsjahr), der Flyer- und Plakatwerbung sowie Artikelplatzierung in der “Berliner  Woche“, dem „Abendblatt“ und „Berlinerleben“ einen wesentlichen Anteil an der Ausstrahlung unseres Vereins.

Die Jahreshauptversammlung wählte für weitere zwei Jahre den bestehenden Vorstand.

Wohnungsbauprojekte in Französisch Buchholz

Wenn die Stadt wächst …

Brechend voll war der kleine Amtshaussaal. Nicht wenige, die am 19. Februar hierhergekommen waren, standen draußen und verpassten unfreiwillig den spannenden Vortrag von Bezirksstadtrat Jens-Holger Kirchner. Eingeladen hatten Bürgerhaus e.V. und Nord-Licht e.V., die den Zuspruch wohl unterschätzt hatten.

Die Wohnungsbauprojekte in Französisch Buchholz interessierten. Ein friedlicher dörflicher Charakter prägte den Stadtteil noch vor wenigen Jahrzehnten, wenngleich er seit 1920 schon zu Groß-Berlin gehörte. Und was ist jetzt? Nach Buchholz West und einer kleinen Ruhepause wird an allen Ecken und Enden gebaut.

Ludwig-Quidde-Straße und Markusstraße fallen auf, die Baltrumstraße gerät für Künftiges in den Blick, die Bebauung der Blankenfelder Elisabethaue bringt Veränderungen, das Erholungsgebiet Gravensteinstraße soll sich mausern und der Ausbau des Rosenthaler Wegs wurde begonnen.

Pankow, erläutert Stadtrat Kirchner, ist die Region, die am schnellsten wächst in Berlin. Hier gibt es reichlich Flächen, die ungenutzt daliegen und beispielsweise für den Wohnungsbau geeignet wären. Natürlich ist Pankow für die Menschen auch anziehend, weil es schön ist und Arbeit verspricht.

Von Rosenthal bis Karow und von Buch bis zum Prenzlauer Berg – Pankow hat noch Platz. Das geht bis zur Teilung von Hammergrundstücken und bis zum Dachausbau. Schon jetzt unterschreibt der stellvertretende Bürgermeister und Bezirksstadtrat Kirchner etwa 2000 Baugenehmigungen im Jahr. Doch damit ist es nicht getan. Die Infrastruktur muss mit bedacht werden. Von Kindergarten und Schule bis zu Parkplätzen, zur Verkehrsanbindung, zu Handelseinrichtungen, Sporthallen und jawohl, auch Schwimmbädern und Spielplätzen..

Der Redner hat keine Scheu, Fehler der Vergangenheit, die sich heute bitter rächen, zu benennen. Das Publikum ist dankbar dafür und freut sich an dem humorigen Vortrag. Zu viele landeseigene Flächen wurden verkauft. Mitunter müssen sie heute zurückgekauft werden. Eben so wenig wie der Vortragende haben die Gäste Scheu auszusprechen, was sie bewegt. Warum wird die Fläche der ehemaligen Schweinemastanlage in der Schönerlinder Straße nicht genutzt? Könnte der Blankenburger Pflasterweg nicht ein gutes Terrain abgeben?

Ja, das könnte er, aber eine teure Asbest-Sanierung muss erst einmalmal vorausgehen. Flächen, die kontaminiert sind und saniert werden müssen, die früher gar nicht zur Wahl standen, werden wieder interessant für die Stadtplaner, sagt Kirchner. Selbst die Rieselfelder in Hobrechtsfelde. So bringen Veränderung und Erweiterung der Stadt auch Chancen mit sich. Die seit langem bestehenden Verkehrsprobleme und die viel zu geringe Schulraumkapazität könnten bestenfalls einer Lösung zugeführt werden. Das einstige Zukunftsprojekt Nordtangente kam schon mal wieder zurück ins Gespräch. Im Zuge des erweiterten Wohnungsbaus ist vieles möglich?

Am 3. März um 19:00 Uhr geht’s weiter. Der Ort muss noch bestimmt werden.


Bild und Text: Detlev & Renate Enneper

 

Enttäuschte Bürger, die keinen Einlass mehr finden.
Was tut sich in Buchholz? Gespannte Erwartung.
Andrea Delitz moderiert temperamentvoll. Bürgerhaus und Bildungsverein sind die Veranstalter.
Bezirksstadtrat Kirchner spricht vom Bezirk Pankow, der noch viel Platz hat

Das ist nicht Französisch Buchholz, aber doch wichtig. Es ist der ehemalige Pankower Güterbahnhof, für dessen Bebauung man sich jetzt auf ein genehmigungsfähiges Konzept einigen konnte. Damit entsteht die Möglichkeit, eine Wendeschleife für die Linie 50 zu realisieren, die dann einen beschleunigten Takt nach Französisch Buchholz zuließe.

Frieder Bubl, Vorsitzender vom Bildungsverein Nord-Licht, hält ein Dankeschön im Arm. Beim Bezirksstadtrat kommt Freude auf. Er erntet am Ende seines Vortrags herzlichen Beifall.

zu

Ein Gesamtkunstwerk mit Wohnsitz Buchholz:

Die Oechelhaeuser

 

Zu beschreiben ist sie nicht. Zu hören und zu sehen schon. Da hatten die über 70 Besucher am 29. Januar aber Glück. Gisela Oechelhaeuser war zwei Stunden lang im Amtshaus von Französisch Buchholz für sie da.

DIE ZEIT VERLANGT´S! ist ein Reprisenprogramm mit den BEST OF OECHELHAEUSER. Damit feiert sie Schlag auf Schlag das Leben. Genauer: das Leben in zwei Systemen. 1999 hörte sie auf, Chefin der Distel zu sein. Ein Stück Vergangenheit und Jugendsünde hatte sie eingeholt. Gut so. Eine steile Karriere begann, mit Bravour eroberte sie im Solopart das politische Kabarett. Und was hat sie davon? Immerhin, im Ranking der berühmten Kabarett-Frauen steht die Oechelhaeuser ganz oben. Vor Lisa Fitz, Désirée Nick, Sissi Perlinger und Monika Gruber. Sie ist einfach umwerfend. Aber, wie ich schon sagte, zu beschreiben ist sie nicht.

Da ist ihr lachendes Sonntagsgesicht, typisch und gewinnend nur einmal. Ihre Temperamentsausbrüche, laut und heftig, schauspielerisch versiert. Dahinter steckt einfach Persönlichkeit. Und Lebenslust. Sie stellt sich vor und fischt reihenweise Menschen. „44 geboren,  72 bin ich, Sie brauchen nicht zu rechnen“, trompetet sie gleich am Anfang der Reise in den Raum. Außer Frau Oechelhaeuser ist sie auch Frau Müller, die 99-jährige Schrullige, und Valentina, die bei Lidl an der Kasse sitzt und angekommen ist im Kapitalismus.

Wann diese Gesellschaftsordnung untergeht? Was weder Marx und Engels, noch Liebknecht und Lenin wussten, SIE weiß es. Dann, wenn SIE vor dem großen Einkaufsparadies Kaufhof steht und inbrünstig schreit: Ich kaufe nichts!

Zu beschreiben ist sie nicht – ich sagte es doch schon. Oder diese Witzigkeit: Kati Witt ist bei E.H. und quengelt: Mach doch die Mauer auf, Erich … Er guckt sie an und mutmaßt: Kati, du willst ja nur mit mir alleine sein… Der Autor der Kabarettistin ist seit einigen Jahren übrigens Philipp Schaller. Und das ist ihr Weg von Kindesbeinen an: Die Pfarrerstochter aus Schmauch in Ostpreußen lernte den Beruf der Industrieuhrenmacherin und studierte an der Karl-Marx-Universität Leipzig Germanistik und Romanistik. Sie hat promoviert.

Seit über 40 Jahren steht sie auf der Bühne und verzaubert ihr Publikum. Eine Berufung, die Französisch Buchholz reicher macht. Hier ist nämlich ihr Wohnsitz seit 30 Jahren. Eine treue Seele und begnadete Künstlerin, der wir noch oft begegnen möchten. Denn zu beschreiben ist sie nicht.

Text & Bild: Renate und Detlev Enneper

Ganz gelöst, selbst vor dem Auftritt. Kontakt zum Publikum mag und braucht die Oechelhaeuser.
G. O. macht uns bekannt mit ihren Kunstfiguren, z.B. Frau Müller, die junge Leute zwecks Werte-Erziehung in den Krieg schicken will.
Zum agilen Spiel gehört auch ein kurzes Innehalten.
Mit der Rolle verändert sich das Outfit.
„Hiergeblieben“ heißt das im Eulenspiegel Verlag erschienene Buch der großen Brüche. Kostenpunkt 14,90 €.
Gisela Oechelhaeuser mutiert zur Lidl-Verkäuferin Valentina, die aus Sorge um ihren rechtsradikalen Sohn NPD wählt.
Die vergessene Kassenpatientin macht sich in einem Wartezimmer als Chirurgin selbstständig.
Frieder Bubl, Vorsitzender des Bildungsvereins Nord-Licht überreicht die Blumen und gehört gleich zum kabarettistischen Programm.
Die Biografie „Hiergeblieben“ wird signiert und kündigt das Ende des (Heim-)Spiels an.

Aktuelle Veranstaltungen

Die Vereinsabende finden an jedem

2. Mittwoch des Monats im Nachbarschaftszentrum Amtshaus Buchholz

statt (ausser Juli/August/Dezember).

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